Finden Fachzeitschriften immer noch ausreichend Abnehmer?

Fachzeitschriften haben es in der heutigen Zeit deutlich schwerer, ihren Kundenstamm zu erhalten oder Neukunden zu gewinnen, da der Kunde inzwischen viele Informationen übers Internet erhält, was in den meisten Fällen kostenfrei funktioniert. Zudem sind die meisten Fachzeitschriften im Vergleich zu Boulevardblättern und allgemeinen Zeitungen deutlich teurer.

Warum Fachzeitschriften mehr kosten als andere Zeitschriften

Fachzeitschriften werden im Grunde nur von den Personen gelesen, die sich genau für dieses Thema interessieren, ob aus beruflichen oder privaten Gründen. Anders als in der allgemeinen Presse, wird immer nur über einen Bereich, zum Beispiel über Archäologie oder Computerwesen, berichtet. Dadurch ist die Zahl der Leser meist begrenzt, vor allem wenn es sich um ein sehr spezifisches Thema handelt, dass lediglich das Interesse einer kleinen Zielgruppe weckt. Die Preise einer Zeitschrift sind meist von der Auflagenzahl abhängig. Bei geringer Auftragslage müssen die einzelnen Exemplare teurer verkauft werden, da sich Druck- und Personalkosten nicht auf mehrere Zeitschriften aufteilen lassen. Zudem sind auch die Textkosten wesentlich teurer, da versierte Autoren ein höheres Honorar, als andere Journalisten verlangen. Zudem muss für die Recherche mehr Arbeit aufgewandt werden als für einfache Presstexte. Eine Fachzeitschrift hat demzufolge höhere Ausgaben, besonders wenn sie darauf bedacht ist ausschließlich qualitativ hochwertige Artikel herauszubringen.

Zeitschriften können bestehen

Trotz abnehmender Leseranzahl, finden Sie im Zeitungshandel noch eine Menge an eben diesen Zeitschriften. Nach wie vor erfolgreich sind Computerzeitschriften. In diesen und anderen Zeitschriften wird Wissen vermittelt, zudem erhält der Leser nützliche Tipps. Auto- und Motorsportzeitschriften müssen ebenfalls nur wenige Leser einbüßen. Wahre Auto- und Computerfans haben meist mehrere Zeitschriften aus diesem Bereich abonniert. Ein Bonuspunkt einiger Zeitungen: In Computerzeitschriften liegen häufig CDs mit Spielen oder nützlichen Programmen bei.

Einge Zeitschriften haben jedoch einen schweren Weg vor sich

Dem hingegen haben es wissenschaftliche Zeitschriften inzwischen etwas schwerer ihren Kundenstamm zu behalten. Meist werden sie nur noch von ganz eingefleischten “Fans” gelesen, oder von Personen, die die Artikel beruflich verwenden können. Es ist inzwischen eben doch einfacher und vor allem günstiger, im Internet zu recherchieren und so neue Erkenntnisse zu gewinnen. Zudem liegen einige Fachzeitschriften auch in der öffentlichen Bibliothek aus und können dort vor Ort gelesen oder sogar ausgeliehen werden. Auch die neu eingeführten Lesezirkel könnten ein Grund dafür sein, dass weniger Fachzeitschriften gekauft werden. Dort können Menschen verschiedene Zeitschriften abonnieren, die sie nur kurze Zeit in ihrem eigenen Besitz haben um sie dann an andere Abonnenten weiterzugeben. Es wäre schade, wenn Herausgeber von Fachzeitschriften die Auflage wegen zu geringer Nachfrage einstellen müssten.

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